Zufällige Bekanntschaften werden zu langjährigen Freunden

Es ergab sich eines Tages im Jahr 2015, dass mich der Weg des Lebens zum wiederholten Male in meiner Kochlaufbahn in meine Geburts- und Heimatstadt Berlin führen sollte. Die Eröffnung der Hauptstadtrepräsentanz des weltgrößten Autokonzerns stand kurz bevor, ich befand mich mitten in der gastronomischen Pre-Opening Phase.

Bernhard Moser, Initiator und Festivalleiter der seit 2011 stattfindenden EAT Berlin kam auf mich zu und fragte mich, ob ich Interesse daran hätte, Teil des „Ball der Gastronomie“ zu sein. Ich musste nicht lang überlegen und war mir sicher, dass das ein tolles Event mit namenhaften Berliner Kollegen, und somit eine tolle Erfahrung für mich sein würde.

Die drei Fragezeichen

Zum damaligen Zeitpunkt war das Volkswagen Group Forum, meine eigentliche Wirkungsstätte, noch nicht fertig gestellt. Womit sich mir drei Rätsel auftaten. In welcher Küche würde ich die Vorbereitungen für die erwarteten 400 Gäste treffen? Wie werde ich mich präsentieren? Und was werde ich kochen? Florian Glauert, Küchenchef des Berliner Ellington Hotels bot mir seine Küche an, womit sich Rätsel Nummer 1 recht schnell klärte. Markus Semmler, der sich nun nach so vielen Jahren harter Arbeit den verdienten Stern erkocht hatte, war die Antwort auf das zweite Rätsel. Er stellte mir seine mobile Kochstation samt Equipment zur Verfügung. Ich war stolz wie Bolle, wie man in Berlin so schön sagt. Der Markus Semmler, von dem ich Ende der 90´er Jahre während meiner Kochausbildung so viel gehört hatte. Ich lernte Ihn 2013 beim Gala Abend im Hotel Interconti kennen. Seitdem eine echte Bereicherung für mich und immer wieder eine Freude Ihn zu sehen.

Bernhardt Moser sollte sich als Lösungsansatz für Rätsel Nummer 3 entpuppen. Er steckte mir einen kleinen Zettel zu und flüsterte mir ins Ohr: “Ruf diese Nummer an und frag nach Susanne“. Und es kam wie es kommen sollte, ich griff noch am gleichen Tag zum Telefonhörer und wählte die Nummer. Ein Freizeichen, ich war schon neugierig und gespannt, denn ich wusste weder wen ich anrufe, noch was mich erwarten würde.

„Susanne Finsterer“ …erklang eine sympathische, lebensfrohe Stimme. „Worum geht’s?“ fragte sie. Ich erzählte ihr von meinem Anliegen. Es war direkt klar, dass Sie die Antwort auf das letzte Rätsel war. Wir sprachen lang und ausgiebig… auch dank tatkräftiger und sinnvoller Unterstützung von verschiedensten Seiten, erlebte ich also meinen ersten Auftritt beim Ball der Gastronomie. Es war großartig.