Ein Feinschmecker zu Gast
DER FEINSCHMECKER hat das JUWEL getestet. Das Fazit: ein Refugium der Ruhe und des Genusses.
Wir haben es beim Blättern erfahren. In der Oktoberausgabe stellt die Hamburger Redaktion acht neu getestete Restaurants vor, ein Grandhotel bei Saint-Tropez, ein Szenelokal in Berlin, eine Wirtschaft am Arlberg. Und das Gourmetrestaurant JUWEL in Kirschau. Der Tester war irgendwann im Sommer bei uns, hat reserviert wie jeder andere Gast, das Menü gegessen und ist wieder gefahren. Niemand im Haus hat ihn erkannt. So gehört es sich, und trotzdem hätten wir gern gewusst, an welchem Abend das war.
Was ihm geschmeckt hat
Den Maibock mit Fichtensprossen, Bohnen und Süßkirschen nennt er den Star des Menüs, perfekt zubereitet. Das Dessert aus Basilikum und Erdbeeren beschreibt er als federleicht. Und zwei Sätze am Ende haben uns besonders gefreut. Die Champagnerauswahl fand er bemerkenswert, den Service aufmerksam und kompetent. Das gilt allen, die an diesem Abend am Tisch standen, ohne zu ahnen, für wen. Den ganzen Bericht mit allen Gängen finden Sie hier.
Küche auf höchstem Niveau
Saisonale Zutaten aus der Region, handwerkliche Präzision, klassisch-französische Einflüsse. So fasst der Tester zusammen, wofür Robert Hauptvogel seit dem 1. April 2026 im JUWEL steht. Robert kennt das Haus wie kaum jemand. Erst Sous Chef, ab 2020 Küchenchef, 2025 die Rückkehr nach Kirschau, im April die Wiedereröffnung mit neuem Konzept. Die Zutaten kommen von Erzeugern aus der Umgebung, zu denen persönlicher Kontakt besteht, oder von Lieferanten, die auch die großen Häuser Deutschlands beliefern. Am Herd stimmen Temperaturen aufs Grad, Saucen dürfen über Stunden ziehen, und auf dem Teller bleibt das Produkt erkennbar. Robert sagt dazu: „Wenn das Produkt gut ist, ist meine Aufgabe, ihm nicht im Weg zu stehen.”
Dass er in diesem Jahr wieder zu den TOP50 Köchen Deutschlands gehört, ist das eine. Das andere sind die Guides, die das JUWEL seit Jahren führen, Guide MICHELIN, Gault Millau, Falstaff und Die 101 Besten. An Roberts Seite steht Beatrice Tobias als Souschefin, seit vielen Jahren im JUWEL und in allen Belangen der Küche seine engste Vertraute.
Ein Ort zum Genießen
Refugium, das Wort passt. Das JUWEL liegt nicht an einer Einkaufsstraße, sondern am Rand des Oberlausitzer Berglands, in einem Fünf-Sterne-Hotel, in dem Sie am Nachmittag vielleicht noch im SPA-TEMPEL waren. Drinnen echte Amethyste in den Wänden, Kristalle am Geländer, tiefes Lila und Schwarz, ein Licht, in dem alles ein wenig glänzt. Der Name ist hier keine Metapher. Das Porzellan stammt aus der Manufaktur Fürstenberg, die Gläser sind für Weine gemacht, die Aufmerksamkeit verdienen, und die Weinkarte reicht bis zu einer Raritätenkarte mit Flaschen, die es so nur noch selten gibt. Zum Abschluss rollt der Käsewagen an den Tisch, ein Einzelstück aus regionaler Tischlerei, bestückt mit Käse der Fromagerie Antony. Achtzehn Plätze, alle mit Blick in den Garten, die Musik bleibt leise, und zwischen den Tischen ist genug Raum für ungestörte Unterhaltungen.
Was Sie erwartet
Ein Menü in wählbarer Länge, das Robert und sein Team viermal im Jahr neu kreieren, zu jeder Jahreszeit eines. Gerade entsteht das für den Herbst. Der Tester hat den Sommer gegessen, Sie können den Herbst probieren. Dazu auf Wunsch eine kommentierte Weinbegleitung, bei der Ihnen der Service zu jedem Glas erzählt, warum gerade dieses, und am Ende ein Dessert, das den Abend leicht ausklingen lässt. Danach kein Heimweg, sondern (bei Bedarf) lediglich der Weg nach oben.
Das JUWEL ist von Mittwoch bis Samstag ab 18 Uhr geöffnet, die letzte Reservierung nehmen wir für 20.30 Uhr an. Reservieren Sie telefonisch unter +49 3592 5200 oder per E-Mail an info@bei-schumann.de. Wir freuen uns auf Sie.
