Hotel BEI SCHUMANN Geschichte Einfahrt

History of the Hotel

The history of the hotel BEI SCHUMANN is closely connected with the history of the village. Until the middle of the 19th century Kirschau was an inconspicuous and poor village in Upper Lusatia near Bautzen. However, in the course of industrialization, the whole region gradually developed into an outstanding location for textile production.

Um 1900: Kirschau – das Dorf mit den goldenen Dächern

Davon konnte auch Kirschau profitieren. Ausgelöst durch Gotthelf August Friese entwickelte sich hier eine bedeutende Grobgarnindustrie. Die Herstellung von Scheuertüchern und Packleinwand, aber vor allem die Produktion bunter Schlafdecken führten um die Jahrhundertwende zu einem wahren Wirtschafts-Boom. Zahlreiche Fabrikantenvillen im Ortskern erinnern noch heute an diese Blütezeit.

In der Folge siedelten sich auch andere Industriezweige in Kirschau an. Diese lockten zahlreiche Besucher und Firmenvertreter in das „Dorf mit den goldenen Dächern“, wie Kirschau damals aufgrund des entstehenden Wohlstands genannt wurde. Allerdings fehlte es an einer Möglichkeit, die Gäste des Ortes angemessen bewirten und beherbergen zu können. So gründete sich 1921 auf Initiative des Textilfabrikanten Reinhold Friese die Fremdenhof GmbH in Kirschau. Ihr gehörten weitere Textilfirmen aus der näheren Umgebung an, zum Beispiel auch die Weinbrand Hünlich AG aus Wilthen.

1920er Jahre: Bau und Eröffnung des Fremdenhofs „Zum Weber“

Sie beauftragten mit dem Entwurf, der Planung und der Leitung des Baues einen der damals besten deutschen Architekten: Max Hans Kühne aus Dresden. Nach dem Erwerb eines Baugrundstückes mit etwa einem Hektar Fläche konnte der Fremdenhof von 1921 bis 1923 erbaut werden. Das Haus fügte sich dank seiner barock verspielten Ausprägung mit Elementen des Jugendstils harmonisch in den Standort und das städtebauliche Gepräge des Ortes ein.

Im Januar 1923 erfolgte schließlich die dreitägige Eröffnung des Fremdenhofs „Zum Weber“. Dieser verfügte über 34 Zimmer, ein Restaurant und einen Festsaal. Weiterhin konnten die Gäste eine moderne Kegelanlage benutzen. Auch eine einfache Gaststätte war vorhanden, die sogenannte „Schwemme“. Zusätzlich gehörten ein Wirtschaftsgebäude mit Garagen und Remisen sowie ein Pferdestall zum Bau.

Fünf Pächter in Folge betrieben den Fremdenhof „Zum Weber“. Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise 1929 folgten auf die erfolgreichen Anfangsjahre jedoch bald schlechtere Zeiten.

1930er – 50er Jahre: Vom Hotel zur Einrichtung für Kinderbetreuung

1935 kam es zur Zwangsversteigerung des Fremdenhofs „Zum Weber“. Die Textilfirma Gebrüder Friese AG ersteigerte ihn als Meistbietender für nur 19.000 Reichsmark (heute etwa 76.000 Euro) und verpachtete ihn erneut.

In den Jahren 1942 bis 1945 nutzte man das Gebäude als Lager für die sogenannte Kinderlandverschickung während des Zweiten Weltkrieges.

Kurz nach Kriegsende wurde der Gaststätten- und Hotelbetrieb wieder eingestellt, nachdem der letzte Pächter verstorben war. 1949 verpachtete die Gebrüder Friese AG das Objekt an die Gemeinde Kirschau.

Nach Gründung der DDR 1949 wurde der Fremdenhof „Zum Weber“ in „Ernst-Thälmann-Haus“ umbenannt. Die Räumlichkeiten und Zimmer ließ die Gemeinde zu einem Kindergarten mit Wochenheim ausbauen. 1954 wurden die Angebote durch einen Schulhort und 1955 durch eine Kinderkrippe ergänzt.

1960er – 1980er Jahre: Ferienheim und Gästehaus Zum Weber

In den 1960er Jahren zogen die Kindereinrichtungen in zwei ehemalige Fabrikanten-Villen um. Damit wurde der Weg des Fremdenhofs zu seiner neuen Bestimmung frei: als Ferienheim und Gästehaus des VEB VEGRO (Volkseigener Betrieb Vereinigte Grobgarnwerke Kirschau), zu dem ab 1969 auch die Gebrüder Friese AG gehörte.

1972 wurde der ehemalige „Weber“ auch als Ausweichquartier für die sich im Umbau befindliche Schule genutzt.

Nach einer dreijährigen Bauphase eröffnete das Haus zu Ostern 1980 unter dem neuen Namen „Ferienheim und Gästehaus Zum Weber“ erneut seine Pforten für Gäste und Besucher. Es hatte nun eine Kapazität von 200 Plätzen, die sich auf Restaurant, Körse-Eck, Weinterrasse, Tanzbar und eine Bauernstube verteilten. Für Übernachtungsgäste standen 35 Zimmer zur Verfügung.

Neben seiner Funktion als Gästehaus diente der „Weber“ dem Namen nach ebenfalls als Ferienheim. So nutzte der VEB VEGRO das Haus auch für den sogenannten Urlauberaustausch mit anderen Betrieben.

Da während der Schulferien auch Kinderferienlager an diesem Ort stattfanden, gab es zu dieser Zeit zahlreiche Finnhütten auf dem Grundstück. Außerdem ließen die Betreiber ein weiteres Funktionsgebäude mit Küche und Speisesaal erbauen und einen Platz für sportliche Aktivitäten anlegen.

1990s: restoration and reopening as a luxury hotel

The end for the entire complex finally came in 1991. The assets of VEB VEGRO Kirschau with the associated Gebrüder Friese AG were up for sale from 1992. This also included the vacation home and guesthouse “Zum Weber”.

In 1996, the married couple Petra and Rüdiger Schumann finally bought the Art Nouveau gem and woke it from its slumber. The Hessian and the Stuttgart native invested a lot of love, time and money in the restoration of the house. On August 21, 1998, the former guesthouse shone in new splendor and was reopened as the luxury hotel “Weber”.

 

Hotel BEI SCHUMANN – the wellness resort in the Upper Lusatian Mountains

Today, the hotel is named after its owners and enjoys a first-class reputation as an exclusive SPA and wellness resort. The hotel BEI SCHUMANN convinces not only with its unique SPA area. The individually furnished suites and rooms combine tradition with the future. Here, historical antiques and unique pieces meet ultra-modern elements of interior design and technology.

This combination is also reflected in the restaurants, which are known far beyond the borders of Upper Lusatia. Thus, guests of the 5 star superior hotel BEI SCHUMANN have the choice between 4 restaurants in which they can enjoy both top modern star cuisine and specialties from the region.

Experience living history in a luxurious ambience with us at hotel BEI SCHUMANN near Bautzen in Upper Lusatia.

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